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Nützliche Tipps für den Umgang mit ätherischen Ölen Nützliche Tipps für den Umgang mit ätherischen Ölen
Damit Sie an Ihren ätherischen Ölen Freude haben, sollten Sie bei der Anwendung einige Regeln befolgen. So werden Ihnen die Öle das geben, was Sie suchen.

Alle ätherischen Öle sind konzentrierte Essenzen

Bedenken Sie immer : ätherische Öle dienen in der Natur den Pflanzen als Schutzmittel vor Insektenbefall, Tierfraß und Krankheitserregern oder auch als Kommunikationsmittel mit anderen Pflanzen! Und natürlich auch als Lockstoffe.
Ätherische Öle sind also hochwirksame Substanzen, die - falsch angewendet oder zu hoch dosiert - zu erheblichen Nebenwirkungen führen können.

Deswegen bedürfen ätherische Öle einer bewussten, vorsichtigen und sparsamen Verwendung. Aufgrund der hohen Reinheit und der "unnatürlich" hohen Konzentration sind die meisten ätherischen Öle haut- und schleimhautreizend. Mit nur wenigen Ausnahmen dürfen ätherische Öle daher direkt auf der Haut angewendet werden und schon gar nicht in die Nähe von Augen oder Schleimhäuten gebracht werden.

Was bei Arzneimitteln gilt, gilt auch bei ätherischen Ölen: Weniger ist mehr! oder: Die Menge macht das Gift.

Ätherische Öle also immer feinst dosieren!

Anwendung auf der Haut

Um die meisten ätherische Öle überhaupt auf der Haut anwenden zu können (Körperpflege, Naturkosmetik) müssen Sie stets verdünnt werden. Dies geschieht am Besten mit einem sogenannten unraffinierten Basisöl (z.B. Mandelöl, Jojobaöl).
Da Allergien gegen alle möglichen Substanzen zunehmen, machen Sie vor der ersten "massiven" Verwendung eine Kontaktprobe. Geben Sie etwas mit dem Basisöl vermischten ätherischen Öl auf Ihren Ellenbogen. Warten Sie 15 bis 20 Minuten ab. Rötet sich die Haut innerhalb dieser Zeit, sollten Sie auf das betreffende Öl verzichten. Auch wenn nach der angegebenen Zeit Pusteln, Hautrötungen, Quadeln oder massiver Juckreiz am Körper auftritt, sollten Sie dies auf das Öl zurückführen und genaueres von einem Arzt untersuchen lassen.

Verwendung von ätherischen Ölen während der Schwangerschaft

Manche ätherischen Öle wirken auf Schwangere besonders fatal. Im schlimmsten Fall können ätherische Öle Wehen auslösen und zu einer Fehlgeburt führen. Die nachfolgenden ätherischen Öle sollten während der Schwangerschaft vorsichtshalber nicht angewendet werden:
  • Anis
  • Basilikum
  • Bay-Öl
  • Muskatellersalbei
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Ysop
  • Wacholder
  • Thymian
  • Lorbeer
  • Estragon


Haltbarkeit ätherischer Öle und Aufbewahrung

Die allermeisten ätherischen Öle sind bis auf wenige Ausnahmen (Zitrus-Öle, Nadelholz-Öle) mehrere Jahre haltbar. Meist sogar noch länger. Deswegen werden sie in der Naturkosmetik gern auch als natürliche Konservierungsstoffe eingesetzt.

Viele Öle reifen sogar mit den Jahren, vergleichbar mit gutem Rotwein. Jasmin und Rosenöl oder auch Vetiver, Patschouli, oder Sandelholz werden im Duft voller, weicher und harmonischer, je älter sie werden.

Zitrusöle sollten Sie nach dem Kauf innerhalb eines Jahres verbrauchen.

Für Teebaumöl gilt das gleiche. Durch lange Lagerung in Flaschen zusammen mit einem größeren Luftraum entstehen aggressive Allergene, die zu starken Allergien führen können.
Singles sollten daher nie mehr als 10 ml und Familien nie mehr als 30 ml auf einmal kaufen, außer Sie haben einen großen Verbrauch.

Kaufen Sie bei kurzlebigen ätherischen Ölen daher immer nur die Mengen, die Sie innerhalb von 12 Monaten verbrauchen können. Sie sparen kein Geld, wenn Sie eine größere Menge eines ätherischen Öls wegwerfen müssen, nur weil es alt geworden ist oder Sie es aufgrund von einer entstandenen Allergie nie mehr benutzen können.

Wesentlich auf die Haltbarkeit wirkt sich der Schutz vor Licht, Luft und Hitze aus. Der ideale Platz ist daher eine lichtgeschützte gut verschlossene Glasflasche in einem kühlen Keller oder Kühlschrank. Öffnen Sie die Flasche nur kurz zur Entnahme des ätherischen Öls. Schütteln Sie die Flaschen nie, sonst reagiert der Sauerstoff im Fläschchen mit dem Öl und es verdirbt schneller.
Nach der Entnahme die Flasche sofort wieder verschließen.

Ätherische Öle, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen

Angelikawurzel, Johanniskraut, Eisenkraut und Zitrusöle, insbesondere Bergamotte, können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

Homöopathie

Fragen Sie Ihren Therapeuten, ob Sie bestimmte ätherische Öle benützen dürfen. Meistens sind während einer Behandlung Kamille, Kampher und Pfefferminze untersagt.

Dosierung ätherischer Öle

Zur Wohnraumbeduftung genügen wenige Tropfen 4 bis 10. Duftlampen sind zwar schön, aber eignen sich nicht optimal für ätherische Öle. Die Hitze schadet der Duftfülle der Öle.
Duftsteine sind besser geeignet und fast schon ideal sind Nebelbrunnen. Inzwischen gibt es auch Diffusoren, die das Öl direkt mit Ultraschall vernebeln. Dadurch wird das Öl lange in der Luft gehalten und es kann noch sparsamer (2 bis 5 Tropfen) verwendet werden.

Basisrezepte für verschiedene Anwendungen

Gesichtsöl
5-10 Tropfen auf 100ml Basisöl (z.B. Mandel- oder Jojobaöl)

Gesichtsdampfbäder
auf 2 Liter Wasser 1-2 Tropfen ätherisches Öl

Gesichtsmaske
3 Esslöffel Tonerde, Heilerde oder Hafermehl mit Wasser zu einem Brei verrühren und 2-4 Tropfen geeignetes ätherisches Öl hinzufügen

Heiße und kalte Kompressen
auf 2 Liter Wasser 2-4 Tropfen ätherisches Öl

Körper- und Massageöle
10-25 Tropfen ätherisches Öl auf 100ml Basisöl (z.B. Jojoba-, Mandel-, Sesam-, Weizenkeim-, Nachtkerzenöl

Aromabäder
Ätherische Öle stets mit Emulgatoren mischen: 2 Esslöffel Basisöl, Sahne oder Honig, flüssige Seife oder eine handvoll Meersalz.

Dosierung für ein:
Vollbad:
5-15 Tropfen ätherisches Öl
Sitzbad: 3-5 Tropfen ätherisches Öl
Fußbad: 3-5 Tropfen ätherisches Öl.

Allgemeine Sicherheitshinweise: Ätherische Öle müssen stets kindersicher aufbewahrt werden.
Von innerlicher Anwendung ätherischer Öle wird ohne fachkundigen Rat dringend abgeraten.
Ätherische Öle sind leicht entflammbar, daher nicht in der Nähe von offenem Feuer mit ätherischen Ölen hantieren.
Wenn ätherische Öle trotz aller Vorsicht direkt mit Schleimhäuten oder den Augen in Berührung kommen, am Besten pflanzliches Öl (z.B. Mandelöl, Sonnenblumenöl oder zur Not auch irgendein gerade greifbares Salatöl) aufbringen und damit abspülen. Mit einem Tuch abwischen oder in Augennähe abtupfen und den Vorgang mehrfach wiederholen, bis Besserung eintritt.
Auf jeden Fall den Augenarzt konsultieren!

Auf der Haut lassen sich ätherische Öle gut mit Pflanzenöl, Milch (am Besten 3,5 %-Fettanteil) oder Sahne abwaschen.

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